{"id":98,"date":"2025-02-15T12:41:01","date_gmt":"2025-02-15T12:41:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jachdav.ch\/?page_id=98"},"modified":"2025-06-25T19:54:08","modified_gmt":"2025-06-25T19:54:08","slug":"de-history","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.jachdav.ch\/?page_id=98","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zur Geschichte von Schabbat Jachdav<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der egalit\u00e4re Gottesdienst in der ICZ wird geboren. Etwa im Jahr 1995 war der Wunsch eines 11-j\u00e4hrigen M\u00e4dchens vor der Bat-Mizwa: \u00abIch will auch aus der Thora vorlesen, so wie die Buben!\u00bb. Das war jedoch innerhalb der ICZ unm\u00f6glich, in vielen Gemeinden auf der ganzen Welt aber normal. Eine kleine Gruppe von ICZ-Mitgliedern wollte dies auch bei uns erm\u00f6glichen und \u00fcberhaupt Frauen in den Gottesdienst einbeziehen. Mit Durchhaltewillen und einigen Gespr\u00e4chen mit dem Rabbinat wurde dieser Wunsch umgesetzt, auch Dank dem damaligen Gemeinderabbiner Zalman Kossowsky sowie dem damaligen Synagogenkommissionspr\u00e4sident. Wobei das Rabbinat sich gleichzeitig auch klar distanzierte und nichts mit den Aktivit\u00e4ten zu tun hatte (und hat). Nach einer ersten erfolgreichen Probe \u2013 Tfilat Mincha an Jom Kippur im Jahr 1999 \u2013 war der \u00abChug Schabbat Acheret\u00bb im Jahr 2000 dann offiziell geboren. Im Zentrum des neu gestalteten egalit\u00e4ren und partizipativen Gottesdienstes stand von Anfang an die aktive Beteiligung der Anwesenden und die Freiheit aller, unabh\u00e4ngig von Geschlecht, gleichberechtigt am Gottesdienst mitzuwirken \u2013 vom Vorbeten \u00fcber die Thoravorlesung zum Dwar Torah, und nat\u00fcrlich f\u00fcr die Bnot und Bnei Mitzwah (M\u00e4dchen wie Buben)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun machte der Chug Schabbat Acheret klare Schritte von der ideellen zur gelebten Gleichberechtigung. Die Frauen wurden deutlich wahrnehmbarer. Eine Schl\u00fcsselerfahrung war das Leinen der prominenten orthodoxen Rabbinerin Eveline Goodman-Thau aus Berlin bei uns. Auf die Mechiza \u2013 getrenntes Sitzen mit physischer Unterteilung \u2013 wurde verzichtet. \u00dcber die Zeit hinweg hat sich das Sitzen in drei Gruppen durchgesetzt: links Frauen, rechts M\u00e4nner, in der Mitte alle (also sozusagen eine \u00abTri-Chitza\u00bb). Nach einigen Jahren wurde uns auch ein Budgetposten im Budget der ICZ zugesprochen. Auf der Welt gab es bereits einige egalit\u00e4re Minjanim in verschiedenen Gemeinden, die sich an die traditionelle orthodoxe Struktur halten. Der Chug Schabbat Acheret sah sich als Teil dieser Bewegung und kn\u00fcpfte auch Verbindungen. Zum Beispiel reiste einmal eine Gruppe nach London in die New North London Synagogue, um Gespr\u00e4che mit verschiedenen Rabbinern, wie zum Beispiel Rav Chaim Weiner, zu f\u00fchren. Die Selbstverst\u00e4ndlichkeit des Egalitarismus inspirierte stark. Diese Reise unterst\u00fctzte uns dabei, die Entwicklung unserer Aktivit\u00e4ten und Ideen weiter voranzutreiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u00abSchabbat Acheret\u00bb wird zu \u00abSchabbat Jachdav\u00bb<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gemeinsame spirituelle Erleben stand und steht bei uns weiterhin im Zentrum. Dies war mit ein Grund, warum wir uns 2012 einen neuen Namen gegeben haben, der dies besser zum Ausdruck bringt: \u00abSchabbat Jachdav\u00bb. Wir leiten unseren Gottesdienst zusammen und entwickeln ihn gemeinsam weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir f\u00fchren nun seit bald 30 Jahren regelm\u00e4ssige Gottesdienste innerhalb der ICZ durch und haben manchen M\u00e4dchen und Buben erm\u00f6glicht, ihre Bat- beziehungsweise Bar Mitzwa in einem egalit\u00e4ren Gottesdienst zu feiern. Unsere Gruppe bildet einen nicht mehr zu \u00fcbersehenden Teil der Gemeinde, die Mitglieder sind in den verschiedenen Gremien der ICZ stets aktiv engagiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den letzten Jahren konnte die Gr\u00fcndergeneration, welche die Aktivit\u00e4ten \u00fcber eine Zeit von \u00fcber 20 Jahren organsierte, die Verantwortung in j\u00fcngere H\u00e4nde \u00fcbergeben. Unter diesen sind auch einige junge Familien mit Kindern, die den Gottesdienst mit Spiel und Tun bereichern. Ende 2024 war die \u00e4lteste Teilnehmerin \u00fcber 90, die j\u00fcngste Teilnehmerin knapp drei Wochen alt. Erstere imponiert immer wieder mit ihren tiefgr\u00fcndigen Diwrei Torah, aber auch die Kleineren bringen reizende Momente in den Gottesdienst, etwa wenn ein kleines Kind beim Papi oder Mami beim Vordawenen dabei sein m\u00f6chte, oder wenn eine Gruppe von M\u00e4dchen und Buben das Anim Zemirot vortr\u00e4gt. Da Kinder nicht immer nur bei den Erwachsenen sitzen m\u00f6chten, gibt es jeweils auch gen\u00fcgend M\u00f6glichkeiten, sich mit Spiel zu vergn\u00fcgen und mit Snacks zu geniessen. Nach dem Gottesdienst m\u00f6chten dann aber auch die Erwachsenen verpflegt werden. Darum stehen am anschliessenden Kiddusch nun jeweils sowohl ein kleiner Kindertisch wie auch ein gr\u00f6sserer f\u00fcr die Grossen da. Diese Entwicklung macht allen grosse Freude.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf noch viele solche gemeinsamen Jahre!<br>Samuel Rom\/November 2024 &#8211; bearbeitet<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Geschichte von Schabbat Jachdav Der egalit\u00e4re Gottesdienst in der ICZ wird geboren. Etwa im Jahr 1995 war der Wunsch eines 11-j\u00e4hrigen M\u00e4dchens vor der Bat-Mizwa: \u00abIch will auch aus der Thora vorlesen, so wie die Buben!\u00bb. Das war jedoch innerhalb der ICZ unm\u00f6glich, in vielen Gemeinden auf der ganzen Welt aber normal. 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